Etwas Haarausfall im Herbst und Winter ist natürlich. Auch Bäume verlieren ab Oktober ihre Blätter. Wenn es zu stärkerem Haarverlust kommt in dieser Jahreszeit, können Ernährung und Hormone mögliche Ursachen sein.

Betroffenen soll dieser Artikel helfen, Ursachen für Haarausfall im Herbst und Winter ausfindig zu machen. Darauf aufbauende, mögliche Behandlungswege werden vorgestellt - mit ganzheitlicher Sicht.

Vitamin D Mangel als Haarausfall-Ursache bei Dunkelheit?

Bei Vitamin D handelt es sich, genau genommen, um ein Hormon, da es der Körper selbst produzieren kann - mit Einfluss auf unser Haarwachstum?

Ja, so entdeckte man während zahlreicher Studien, dass kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) häufig mit einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel korreliert.

Weitere Studien aus dem Jahr 2016 in Indien machten die Wichtigkeit von Vitamin D für gesunden Haarwuchs noch deutlicher ..

Bei 81,8%(!) der Probanden mit "normalem" Haarausfall wurde signifikanter Vitamin D Mangel festgestellt. Das ist bedeutsam, da Vitamin D (auch) die Aufnahme von wichtigen Mineralien für unsere Haare reguliert. Ergo?

Da wir unseren Vitamin D Bedarf vorwiegend mit Sonnenlicht produzieren - es an intensivem Licht im Herbst und Winter mangelt - können Vitamin D Defizite von Oktober bis Februar eine mögliche Haarausfall-Ursache sein.

Wie Sie Vitamin-D-Mangel mit Ernährung begegnen, lesen Sie hier ..

Haarausfall im Herbst und Winter: Sind es Dopamin-Schwankungen?

Sind wir ehrlich, dann ist hormoneller Haarausfall die Lieblings-Diagnose klassischer Schul-Mediziner.

Doch die Argumente der Schulmediziner beziehen sich nicht nur auf vermeintlich haarwuchsschwächendes DHT (Dihydrotestosteron), sondern auch auf andere Hormone, wie Dopamin.

Kann Dopamin im Herbst und Winter das Haarwachstum beeinflussen?

Hormonelle Dopamin-Schwankungen können ihren Ursprung sowohl in Jahreszeiten (verschiedene Lichtintensität) als auch in Ernährung haben.

So produziert unser Körper nicht nur bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen verschiedene Mengen Dopamin - gleiches passiert auch bei hohem Alkohol-Konsum und eiweissreicher Kost. Wie kann dabei Haarausfall entstehen?

Studien aus Grossbritannien konnten zeigen, dass Dopamin Haarausfall begünstigt, indem es bestimmte Haarwachstumsphasen verkürzt.

Diesen Zusammenhang entdeckte man, nachdem stark dopaminhaltige Medikamente bei Betroffenen vermehrt Haarausfall ausgelöst hatten.

Ab 50 Pikogramm Dopamin pro Milliliter Blut sollte man Dopamin fördernden Konsum von Alkohol, Nikotin, Koffein und zu viel Eiweiss begrenzen, der wegen Stimmungstiefs zur dunklen Jahreszeit nicht selten steigt.

Tipp: Auf Ernährung achten in Herbst- und Winterzeit

Achten Sie auf Ihre Ernährung, die im Herbst und Winter oft deftiger, süsser und alkoholreicher wird - was nicht zum Vorteil Ihrer Haare sein muss.

Ernährung beeinflusst nicht nur Ihren Dopamin-Spiegel, das Vitamin D Niveau, sondern auch Ihr Säure-Basen-System. Eine ernährungsbedingte, chronische Übersäuerung kann Ihren Haarwuchs ebenso verschlechtern.

Eine haarfreundliche Ernährung ist auch im Herbst und Winter bunt, abwechslungsreich, ausgewogen und häufig vegetarisch. Auf Fleisch, Fisch und Genussmittel muss deshalb nicht verzichtet werden.

Weiterer Gründe für Haarverlust im Herbst und Winter

Kein Ammenmärchen: Kälte verengt die Gefässe, was die (Kopfhaut-) Durchblutung und somit Nährstoffversorgung Ihrer Haarwurzeln verschlechtern kann. Eine Kopfbedeckung sowie Kopfhautmassagen können helfen.

Das Fazit: Haarausfall im Herbst und Winter kann mehr als 1 Ursache haben.

Indem wir den Prozess Haarverlust ganzheitlich verstehen und Wissen erlangen, können wir vielen Ursachen die Grundlage nehmen.

Unterschrift Remus

[Remus C. Christensen, Autor von "Die 5 goldenen Regeln für prächtigen Haarwuchs©"]